Bürgerinitiative RETTET DAS CUX-WATT
Bürgerinitiative RETTET DAS CUX-WATT

Baggermengen 1965 bis 2016

vom 23. Februar 2017

Mit der neuen Umlagerungsstrategie von Baggergut will man erreichen, dass die jährlichen Baggermengen im Hamburger Hafen deutlich reduziert werden. Das gebaggerte Material wird deshalb seit 2005 nicht mehr ortsnah, sondern zwischen Cuxhaven und Neuwerk/Scharhörn sowie bei Helgoland verklappt. Wurde das Ziel mit der neuen Umlagerungspraxis erreicht? Die aktuellen Baggermengen sprechen dagegen. Noch nie waren die Baggermengen so hoch wie in den letzten zwei Jahren. 2016 wurde der Spitzenwert erreicht.

Verklappmengen im Detail - IST-Zustand (2005-2011):

Jedes Jahr werden zwischen Cuxhaven und Neuwerk durchschnittlich 10 Millionen Kubikmeter Baggermaterial (Fein und Grob) ausgekippt. Ferner werden 2 Mio. Kubikmeter Schlick per Spülleitung aus dem NOK verbracht, der mit der Strömung nach Cuxhaven verdriftet. Zusammen mit den 1 Mio. (seit 2016 bis zu 3 Mio.) Kubikmeter Schlick, die bei Tonne E 3 ausgekippt werden, hat sich die Entsorgung von Baggermaterial gegenüber der Unterhaltungspraxis vor 2006 quasi umgedreht. Mittlerweile werden 75% des jährlich anfallenden Hamburger Elb- und Hafenschlicks in der deutschen Bucht entsorgt bzw. verdriftet dorthin.

 

 

Sandiges Baggergut ist in der Regel schadstofffrei, da Sand keine Schadstoffe bindet. Feinkörnige Sedimente hingegen haben ein großes Bindevermögen für Schadstoffe und sind deshalb regelmäßig hoch belastet. In der Stromelbe, also der Bereich der in die Zuständigkeit des WSA Cuxhaven fällt, bestehen die Sedimente überwiegend aus sandigem Material und sind daher nur gering mit Schadstoffen belastet. Feinkörnige Schwebstoffe und organisches Material können nur in strömungsarmen Zonen sedimentieren. Schadstoffbelastetes Baggergut fällt daher nur in den Verkehrsbereichen an, die strömungsarm sind (z.B. Hafenbecken, Schleusenvorhäfen und Reeden). Es sei denn, Feinsedimente werden andererorts verklappt. Dann reichern sich Schadstoffe in Gebiete an (z.B. Duhner Watt, Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, vor Helgoland), die vor der Verklappung weitgehend unbelastet waren.

 

Aufgrund der Fähigkeit Schadstoffe zu binden, ist eine Unterscheidung in Grob- und Feinsedimente sinnvoll. Feinsedimente sind stark belastet und müssen unserer Meinung nach als Sondermüll behandelt werden. Bis 1995 wurde so der Hamburger Hafenschlick behandelt, er wurde an Land aufbereitet und entsorgt.

 

Verklappstelle

bei Strom-km

Zeitraum Gesamt (Fein- und Grobmaterial) in m3 davon Feinmaterial in m3

Anteil Fein-

material

Jahresmittel

Gesamt (Grob+Fein)

in m3

Neßsand 2005-2011 20,8 Mio. 20,8 Mio. 100% 3 Mio.
VSB 686/690 2006-2011 18,3 Mio. 11,5 Mio. 63% 3 Mio.
Spülleitung NOK 2006-2011 13,7 Mio. 13, 7 Mio. 100% 2 Mio.
VS 700 2006-2011 21,5 Mio. 21,5 Mio. 100% 4 Mio.
VS 731 2007-2011 6,8 Mio. 2,5 Mio. 37% 1,4 Mio.
VS 738 2009-2011 8,9 Mio. 5,6 Mio. 63% 3 Mio.
VS 751 2008-2011 5,8 Mio. 0,8 Mio. 14% 1,5 Mio.
Tonne E 3 2005-2010 6,7 Mio. 6,7 mio. 100% 1 Mio.
Jahresmittel Gesamt         19 Mio.

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