Bürgerinitiative RETTET DAS CUX-WATT
Bürgerinitiative RETTET DAS CUX-WATT

Verklappungsmengen vor Cuxhaven

Cuxhaven, 28.11.2018

Die größte Klappstelle (Deponie) für Baggerschlick aus der Tideelbe liegt vor Cuxhaven's Küste - direkt am Nationalpark Wattenmeer

Die ersten vereinzelten Schlickfelder wurden im Winter 2007/2008 im Duhner Watt gesichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand der Wattboden aus festem, hellbraunem Sandwatt.

 

Ein neues Konzept1 läutete 2006 einen Paradigma-Wechsel im Umgang mit Baggergut ein. Die Unterhaltungsmethode des WSA zur Freihaltung des Elbe-Schifffahrtsweges änderte sich daraufhin grundlegend.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Baggergut ortsnah umgelagert. Das heißt, es landete nur das Baggergut vor Cuxhavens Küste, das unmittelbar im Bereich der Außenelbe in der Fahrrinne gebaggert werden musste. Das waren kleine Mengen sandigen Materials, die zudem nur bei Ebbe umgelagert worden sind.

 

Und heute? Am Ende des Leitdamms (km 738) bis Neuwerk/Scharhörn (752) befinden sich seit 2007 drei Schüttstellen, an denen bis zu 10 Mio. Kubikmeter Baggerschlick aus der Tideelbe entsorgt werden. Zusätzlich wurden in 2017 4 weitere Schüttstellen eingerichtet, die östlich der Fahrrinne parallel zum 10 km langen Leitdamm (km 730-740) bis kurz vor der Kugelbake verlaufen. Es bedarf keiner großen Phantasie, um sich vorzustellen, wie sich die bereits heute gravierenden Auswirkungen auf das Duhner und Neuwerker Watt bei einer Beaufschlagung weiter beschleunigen werden. Spätestens nach der ELBVERTIEFUNG wird diese Fläche für weitere Baggermassen benötigt.

 

1 Konzept für eine nachhaltige Entwicklung der Tideelbe als Lebensader der Metropolregion Hamburg, HPA und WSV 2006

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